Tanz der Nachtgestalten
Die Handlung
Die drei Studenten Alfred, Rudolf und Sally, reichen bei ihrem Professor das Thema für ihre Doktorarbeit ein. Sie wollen über Vampire, Hexen, Monster und andere Nachtgestalten schreiben, die sie zunächst suchen und dann erforschen wollen. Der Professor begegnet ihnen mit Hohn und Spott, gestattet den Studenten aber letzten Endes die Forschungsreise.
Ihre Reise verschlägt sie in eine abgelegene Dorfgaststätte, wo Alfred mit der schönen Wirtstochter Sarah anbandelt, die prompt vom einem Vampir entführt wird. Die Studenten nehmen natürlich sofort die Suche auf und begegnen dabei Waldgeistern, Gnomen, Geistern und sogar dem Tod höchstpersönlich, der sein Auge auf Rudolf geworfen hat.
Auf der nun gleichzeitig zur Flucht gewordenen Suche schließt sich kein geringerer als der König des Halloweenlandes der bunten Truppe an, und geleitet diese zum Schloss des Grafen von Krolock. Dieser entpuppt sich als der Vampir, der Sarah entführt hat. Mit List und Mut gelingt den Studierenden und Sarah die Flucht, allerdings erst nachdem diese vom Grafen in eine Vampirin verwandelt wurde.
Gemeinsam tritt die bunte Truppe am Ende dem Professor gegenüber, der den Schock seines Lebens erfährt und vor den Kreaturen der Nacht flieht, die sich mit einem furiosen Tanz vom Publikum verabschieden.
Geschichte des Stücks
Als Iwi im September 1998 die damalige Dance Company Korschenbroich übernahm, stellte sie der Gruppe mehrere Projektvorschläge zur Auswahl. Die Tänzer entschieden sich einstimmig für "das mit den Vampiren" - sehr zur Begeisterung der neuen Trainerin, die ersten Ideen zu diesem Projekt bereits im Kopf hatte bevor Iwi und das IMAGE- Ensemble irgendwas voneinander wussten. Schon als Kind hatte Iwi immer Angst vor dem Gnom aus "Bilder einer Ausstellung" von M. Musorgski, aber spätestens nachdem Michael Jackson sein Video zu "Ghosts" herausgebracht hatte, war die Inspiration da, und die Ideen in Iwis Kopf überschlugen sich geradezu.
Die ersten Choreographien, die einstudiert wurden, waren Stücke für das gesamte Ensemble. Die erste Zeit nutzte Iwi dazu, ihre neuen Tänzer kennen zu lernen, um ihnen dann schließlich ihre Rollen auf den Leib zu schreiben.
Mit immensem Trainingsumfang wurde das Stück angegegangen: Zwei Mal die Woche wurde jeweils zwei Stunden trainiert, aber auch Sonderproben, hauptsächlich an Wochenenden, wurden mehrfach angesetz. Dazu kam der Zeitaufwand zum Entwerfen und Schneidern der Kostüme, zur Erstellung des Bühnenbildes und die diversen Aufgaben, an die vorher niemand gedacht hatte. Über die Zeit, die Iwi für die Vorbereitungen aufgewendet hat kann keine Angabe gemacht werden, denn das Projekt beschäftigte sie praktisch von morgens bis abends.
Von der Premiere am 1. Oktober 1999 bis zur fast herzzerreißenden letzten Aufführung am 3. Dezember 2000 erfüllten alle 11 Vorstellungen (davon sechs in Mönchengladbach, zwei in Viersen, zwei in Grevenbroich, und eine in Baesweiler) das Ensemble von IMAGE sowie die insgesamt rund 5000 Zuschauer mit Freude und Begeisterung.
